„Wir wollten Compliance nicht nur digitalisieren, sondern wirklich vereinfachen.“
- Die Erfüllung von Compliance-Anforderungen ist für Personaldienstleister heute geschäftsentscheidender denn je.
- Durch die Integration der Daten des IZS (Institut für Zahlungssicherheit) in die Plattform von stazzle wird die Zuverlässigkeit von Personaldienstleistern digital nachweisbar.
- Im Interview erklärt Marco Schmidt, CEO von stazzle, wie die neue Lösung funktioniert und warum sie gerade jetzt so wichtig ist.
arbeitsblog: Marco, ihr seid eine enge Partnerschaft mit dem IZS eingegangen. Warum ist das für Personaldienstleister ein starkes Signal?
Marco Schmidt: Weil die Zusammenarbeit ihnen endlich ermöglicht, ihre Compliance digital, nachvollziehbar und in Echtzeit nach außen sichtbar zu machen. In der Zusammenarbeit mit Kunden – also den Einsatzunternehmen – ist Vertrauen entscheidend. Wer nachweisen kann, dass AÜ-Erlaubnis, SV-Beiträge und BG-Zahlungen lückenlos stimmen, ist klar im Vorteil. Genau das ermöglicht unsere Integration der IZS-Daten.
arbeitsblog: Und wie funktioniert das konkret über stazzle?
Marco Schmidt: Das Konto eines Personaldienstleisters auf der Managed Compliance Plattform des IZS wird mit seinem stazzle-Profil verknüpft. Die Einsatzbetriebe sehen dann automatisch, dass bei ihm alles passt – ganz ohne zusätzliche Nachfragen oder PDF-Uploads. Das spart Zeit und verbessert das Standing im Wettbewerb um Aufträge.
Wer heute beauftragt werden will, muss nicht nur gut sein – sondern das auch digital beweisen können.
arbeitsblog: Welchen Unterschied macht das in der täglichen Praxis?
Marco Schmidt: Einen großen! Viele Unternehmen geben an, dass sie bevorzugt mit Dienstleistern zusammenarbeiten, deren Daten vertrauenswürdig und digital verfügbar sind. Das IZS-Ranking ist dabei ein echter Vertrauensfaktor. Wer es auf stazzle integriert hat, wird nicht nur schneller geprüft, sondern auch schneller beauftragt. Gerade bei neuen Kundenunternehmen ist dies oft der Türöffner.
arbeitsblog: Also mehr Sichtbarkeit und mehr Aufträge?
Marco Schmidt: Genau. Stell dir vor, Du hast ähnliche Kandidatenprofile von mehreren Dienstleistern vorliegen, die sich preislich nicht wesentlich unterscheiden. Und Du kannst auf einen Blick im Angebot sehen, dass dieser Kandidatenvorschlag von einem von IZS geprüften Personaldienstleister kommt, bei dem Du dir als Kunde um die Subsidiärhaftung keine Sorgen mehr machen musst. Wer als Dienstleister hier sauber aufgestellt ist, signalisiert: „Wir wissen, was wir tun.“ – ein starkes Argument im Pitch.
arbeitsblog: Und wie aufwändig ist das technisch für die Dienstleister?
Marco Schmidt: Gar nicht, die Verknüpfung erfolgt durch uns im Hintergrund und läuft dann komplett automatisiert. Auch wer noch keine IZS-Mitgliedschaft hat, kann sich an uns wenden. Wir übernehmen die Kommunikation mit dem IZS, die Darstellung in der Plattform und die Integration in bestehende Prozesse. Die Mitarbeitenden auf Personaldienstleisterseite müssen also nichts umstellen oder neu lernen.
arbeitsblog: Wir erleben derzeit viele Herausforderungen in der Branche. Was bedeutet die Kooperation für Dienstleister in dieser Situation?
Marco Schmidt: Sie ist ein echter Stabilitätsfaktor. In wirtschaftlich angespannten Zeiten zählt jedes Argument, das Vertrauen schafft. Wer mit stazzle und IZS arbeitet, zeigt: Wir sind zuverlässig, transparent und digital aufgestellt. Und genau das ist es, was Kundenunternehmen aktuell suchen.
Über den Autor
Marco Schmidt ist Gründer und CEO der HR Software Solutions GmbH. Das Unternehmen entwickelt digitale Lösungen für die Personaldienstleistungsbranche. Mit seiner Plattform stazzle und individuellen Kundenportalen unterstützt es Personaldienstleister dabei, ihre Prozesse effizient zu digitalisieren – von der Auftragserfassung über die Compliance-Dokumentation bis zur Zeiterfassung. Ziel ist es, die Zusammenarbeit mit Kunden zu vereinfachen, Vertrauen zu stärken und den Kunden langfristig zu binden.